Sport Pass am Nachmitag
Ein umfangreiches Angebot zur Förderung der Bewegungsfreude von Kindern
- Aufgabenstellung v Förderung in der Nachmittagsbetreuung
- Ziele
- Inhalte
- Zielgruppe Kinder
- Zielgruppe Eltern
- Zielgruppe schulische Betreuungspersonen
- Zielgruppe Öffentlichkeit
- Durchführung
Bewegung und Sport = Gesundheitsvorsorge
Aufgabenstellung
Spätestens mit dem Eintritt in die Schule sind unsere Kinder einer sehr bewegungsarmen Umwelt ausgeliefert. Stundenlanges Sitzen in der Schule, körperliche Untätigkeit vor dem Fernseher- und Computer lassen die Kinder in ihrer motorischen Entwicklung stagnieren Haltungsschäden, Zivilisationskrankheiten wie Stoffwechselerkrankungen (Diabetes Typ II), Herz- Kreislaufproblemen und muskuläre Defizite sind daher oftmals die Folge. Wir wollen daher der bewegungsarmen Zeit im Elternhaus, Schule und Freizeit entgegenwirken. Die Bewegungserziehung im Kindesalter entscheidet im wesentlichem darüber, ob Bewegung mit all Ihren vielfältigen positiven Auswirkungen im weiteren Leben einer Person integriert bleibt.
Diese Tatsachen sollten uns endlich wachrütteln und der Bewegungserziehung unserer Kinder mehr Bedeutung zu ordnen. Alle sind verantwortlich: die Schule, der Sportverein, die Eltern und die Gesellschaft. Dieses noch immer unterschätzte Problem geht uns alle an. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, dass Bewusstsein einer harmonischen Körperentwicklung zu steigern und einen gesunden bewegungsfähigen Körper bis ins hohe Lebensalter zu erhalten.
Förderung in der Nachmittagsbetreuung
Besonders berufstätige Eltern haben oft weniger Zeit mit ihren Kindern an Bewegungsprogrammen teilzunehmen. Das frühe Schulkindalter (6 ~10 jährige), durch ausgeprägte Lebendigkeit und Bewegungsdrang der Kinder gekennzeichnet. In diesem Alter ist die motorische Lernfähigkeit sehr hoch. Die meisten der motorischen Eigenschaften sind sehr gut zu entwickeln. Auf die vielseitige Schulung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten, ist mit altersgerechten, spaßvollen Bewegungsaufgaben Wert zu legen. (Polysportives Training) Bereits bei dieser Altersgruppe können die unterschiedlichsten Ausprägungs- formen im Bewegungsverhalten der Kinder beobachtet werden. (patschert oder g´schickt)
Ziele
Bestes motorisches Lernalter
Steigerung der angeführten Inhalte. Das motorische Verhalten ist durch eine hohe, zugleich beherrschte, zielgerichtete und sachbezogene Mobilität gekennzeichnet. Der Lerneifer, die Einsatz- und Leistungsbereitschaft sind allgemein sehr hoch und erfordern Vorbildwirkung aller Übungsleiter/innen.
Die Entwicklung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten ist als Unterrichtsprinzip zu verstehen und die vielseitige Ausbildung der Kinder ist höchstes Augenmerk zu schenken. Keine Technikarbeit für nur eine Sportart in diesem Alter. Diese Phase der Entwicklung wird in der Fachliteratur als das beste motorische Lernalter bezeichnet. Vielseitige, regelmäßige und richtig dosierte Bewegungsbeanspruchung im Kindesalter haben einen äußerst positiven Einfluss auf die körperliche Entwicklung vor allem in folgenden Bereichen ist festzustellen:
- vielseitige Bewegungserfahrungen beeinflussen die Entwicklung des zentral Nervensystems positiv.
- Haltungsschwächen wird entgegengewirkt, sowohl am aktiven wie auch am passiven Bewegungsapparat.
- Regelmäßige Bewegungstätigkeit fördert eine rege Stoffwechseltätigkeit und schützt vor Übergewicht.
- Verbesserte Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems.
- Förderung und Stabilisierung eines Leistungsfähigeren Immunsystems, dadurch bessere Resistenz gegenüber banalen Infekten.
- Positive Aspekte zur Persönlichkeitsentwicklung in Bezug auf Sozialbeziehungen und Verhaltensweisen ergänzen meist die motorisch günstige Entwicklung.
Wir weisen darauf hin, dass die aufgezeigten Verbesserungen für alle Kinder zur normalen Bewegungsentwicklung von höchster Bedeutung sind. Die sozialen und psychischen Komponenten wurden mit dem Gedanken "fair Play" berücksichtigt. "Ohne Vielseitigkeit keine Spezialisierung", Der zu frühen Spezialisierung von Kindern, wird eine deutliche Absage erteilt, und hat im Unterricht mit dem Sportpass keinen Platz.
Inhalte
Der SportPASS ist eine Bereicherung zu jedem Unterricht. Neue Anregungen zur Bewegung werden von uns aufgezeigt und die Kinder werden zum Mitmachen und zum Selbstspielen angeregt.
Koordinativen Fähigkeiten - können gerade in diesem Lebensabschnitt besten geschult werden. Vielseitige Bewegung wirkt sich von Gleichgewichts-, Reaktions-, Orientierungs-, Anpassungs- und Steuerungsfähigkeiten- gesammelt in den koordinativen Fertigkeiten aus.
Kräftigen - während der Wachstumsvorgänge müssen ausreichende Entwicklungsreize aber altersspezifisch für Haltungs- und Bewegungsapparat gesetzt werden, da diese für die spätere Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist. Stangen, Tore, Sprossenwände und das Hindernisturnen an den Großgeräten stehen im Mittelpunkt.
Ausdauer - die Kinder weisen vom 6. bis ca. 10. Lebensjahr eine kontinuierliche Steigerung der Sauerstoffaufnahme auf, stellt aber nicht die Hauptbeanspruchungsform da. Es sollte daher mit mittleren Intensitäten und unter aeroben Bedingungen geschult werden.
Beweglichkeit - die endgültige Ausprägung der biologischen Grundlagen erfolgt sehr frühzeitig. Demnach soll rechtzeitig entwickelt werden, da später diese günstigen Bedingungen nicht mehr so gegeben sind. Nummernwettläufe, Fang- u. Reaktionsspiele, Verfolgungsrennen, Pendel- und Umkehrstaffeln sowie alle Arten von Ballspielen, dürfen gerade in diesem Entwicklungsstadium, nicht vernachlässigt werden!
Zielgruppe Kinder
Eine spielerische und vielseitige Bewegungserziehung im Kindesalter fördert neben gesundheitlichen ebenso die Ausprägung intellektueller Fähigkeiten. Allen Kindern die schönen und lustigen Seiten einer sportlichen Lebensweise aufzeigen. Der Wettkampf soll nicht das Hauptziel einer Sportart sein, viel mehr die positiven Eigenschaften die im Sport geschult werden. Mehr Miteinander als Gegeneinander. Fairness, Freundschaft, Respekt, Disziplin, Begeisterung und Freude sind nur einige Punkte. Die Kinder werden im Projekt so zum rücksichtsvollen Umgang mit anderen Kindern angehalten.
In den Gruppen sind Kinder aus unterschiedlichen Klassen und Schulstufen, wodurch sich eine große Chance soziale Kompetenz zu erlernen ergibt. Sportliche Angebote für Mädchen und Buben sind besonders wichtig. Durch Motivation zum Selbermachen, wirkt das Projekt der Langeweile entgegen und zeigt den Kindern viele Möglichkeiten ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.
Zielgruppe Eltern
Vorbilder - Mut zum Mitmachen
Vor allem den Eltern kommt als "Vorbilder" eine verantwortungsvolle Aufgabe zu. Sie sind die wichtigsten Erzieher ihrer Kinder, und können das Bewegungsleben ihrer Kinder entscheidend beeinflussen (zu Hause im Garten, am Spielplatz usw.) Alle Tätigkeiten wie greifen, krabbeln, stehen, gehen, fahren, schaukeln und klettern sind für die motorische Entwicklung sehr wichtig und haben eine hohe Relevanz und sind äußerst reizvolle Erfahrungen. Diese werden auf den Spielplätzen oder beim Spielen mit den Eltern gesammelt. Ein Appell an alle Eltern: Fördert planvolle und regelmäßige Bewegung eurer Kinder bereits im Elternhaus. Ein Sportprogramm in der Nachmittagsbetreuung sollte daher, als eine moralische Verpflichtung für uns alle angesehen werden.
Zielgruppe schulische Betreuungspersonen
Ausarbeiten eines Trainingshandbuches als Leitfaden. Wir unterstützen mit dem umfangreichen Angebot alle Betreuer/ Lehrer bei ihrer täglichen Arbeit. Zu diesem Zweck errichten wir einen Übungspool. Dieser ermöglicht allen Beteiligten rasch und ohne Umwege neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Ideen für den Bewegungsunterricht abzurufen. Durch die Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen erstellen wir Stundenbilder die genau auf die Kinder und jeweilige Gruppen abgestimmt sind.
Aufzeigen eines gesunden und bewegten Arbeitstages. Durch Einbeziehen unserer sportlichen Elemente in den persönlich Handlungsbereich. Schwerpunkte mit Praxischarakter heben die Bedeutung bewussten Einbringens gesunder Bewegung am Arbeitsplatz.
Aktiv- und Ruhephasen sind in die Nachmittagsbetreuung einzubringen. Die Übungsleiterinnen sind in das Stundenbild der FZ- Stunden einzubauen. Durch die Sporttrainer werden die schulischen Betreuer unterstützt und finden Zeit ihre Inhalte wiederum an die Kinder weiterzugeben. Gerade die Kinder brauchen diese Möglichkeit, sie sind meist mit vielfältiger Energie beladen und finden kaum Bereiche diese wieder abzubauen. Sie befinden sich die meiste Zeit im Schulgebäude und fordern so zu recht ihre BetreuerInnen.
Zielgruppe Öffentlichkeit
Breite Information, Lösungen zur täglichen Situation aufzeigen. Wir wollen mit unserem Programm verstärkt auf die Bewegungsarmut hinweisen und Lösungen anbieten. Richtige Bewegung beeinflusst den ganzen Körper, und verhindert die Überlastung einzelner Abschnitte des Bewegungsapparates. Durch Öffentlichkeitsarbeit wird auf das Projekt aufmerksam gemacht: Pressekonferenz, Flyer, Information an Schule, Lehrer, Eltern. In Broschüren, die im Rahmen des Projekts erarbeitet werden, wird auf die Problematik der Alltagsbewegungen hingewiesen. Praktische Lösungsvorschläge in den Broschüren und Anregungen des Sportprogramms in der Nachmittagsbetreuung sollen die Teilnehmer und die Öffentlichkeit motivieren selbst aktiv an der Gesundheit des eigenen Körpers zu arbeiten. Ein Ziel ist es, das Bewegungsverhalten der Teilnehmer und eines kleinen Teils der Öffentlichkeit zu verbessern und so mit Sport eine Antwort auf die Suche nach Schutz vor Zivilisationsschäden unsere Kinder und der Bevölkerung zu geben.
Durchführung
- Der SportPASS mit seinem Malwettbewerb
- Der SportPASS als Imageträger
- Die Zusammenarbeit mit Schulen und Nachmittagsgruppen
- Motivation der örtlichen Vereine
- Angebote an Schnuppertrainings
- Anforderungen an die Betreuungspersonen
- Gestaltung der Gruppenräume und Sportmöglichkeiten
- Gruppengröße und zeitlicher Umfang
Salzburg, 21.01.2011



